Mein Camper Projekt

Mein Camper Projekt

Ich habe mir einen Kastenwagen gekauft und lasse ihn zum Camper umbauen. Alles über das Camper Projekt findest du hier.

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Mein Camper Projekt

Schon lange wollte ich einen eigenen Camper haben. Lange habe ich davon geträumt, wie schön das wohl wäre, im Urlaub oder für die Wochenenden. Vor Ort sein, bis das Licht stimmt oder die Sonne aufgeht! Sich zurückziehen können, wenn es ungemütlich wird. Direkt vor Ort fotografieren und auch übernachten.

Doch bevor ich den Traum Wirklichkeit werden lassen wollte, wollte ich es ausprobieren. Wie ist es so, gefällt es mir überhaupt? Was für ein Fahrzeug möchte ich – einen Alkoven, einen Voll- oder Teilintegrierten, einen kleinen Bus wie zum Beispiel einen Bulli oder einen Kastenwagen? Wie viel Platz würde ich brauchen / haben wollen, wie ist das Leben und Urlauben in so einem Gefährt überhaupt?

Wie lang darf er sein?

Um diese Fragen beantworten zu können, habe ich zwei meiner Urlaube mit gemieteten Vans verbracht – die Roadtrips in Portugal und Schweden habe ich beide male mit Kastenwagen, 6 m lang, verbracht. Beide male fand ich die 6 m zu lang, um bequem in Städten oder Dörfern voranzukommen (Portugals Bergdörfer, spannend!) oder Parkplätze zu benutzen. Gerade die Parkplatzsituation finde ich mit 6 m schwierig. Auch haben die Kastenwagen bei 6 m einen langen Radstand, was wiederum zu einem großen Wendekreis führt. Also sollte mein Fahrzeug nicht länger als 5,41 m sein. Ich habe mich daraufhin bei vielen Herstellern umgesehen und auch Youtube leer geschaut.

Welcher Grundriss passt zu mir?

Welche Grundrisse werden bei der Länge angeboten? Alle liefen darauf hinaus, dass ein schmales Doppelbett im Heck den Schlafbereich für zwei Personen bietet. Da ich aber mit meiner erwachsenen Tochter oder Freundin/Verwandter reisen werde, möchte ich keine Doppelbett-Lösung. Einzelbetten gibt es bei der Länge im Standard nicht, ein Aufstelldach kommt für mich nicht infrage, weil es dort laut und kalt ist. Und ich möchte auch nicht jeden Abend das Bett erst bauen müssen, wie es bei Hecksitzgruppen-Lösungen zum Beispiel üblich ist. Und da hätten wir wieder ein Doppelbett. Was also bleibt übrig?

Grundriss selber machen

Selber zeichnen und ausbauen (lassen). Da ich handwerklich nicht besonders begabt bin, lasse ich ausbauen. Einen Ausbauer habe ich gefunden. Einen Wagen habe ich letztes Jahr bestellt – einen Citroën Jumper mit 160 PS auf 5,41 m Länge. Der Wagen ist jetzt hier, bei mir. Wegen der roten Farbe und den schwarzen Akzenten habe ich den Wagen Marie getauft.

Mein eigenes Camper Projekt
Camper Projekt

Mein Grundriss besteht aus einer Sitzecke (dadurch habe ich vier Gurtplätze), einem Küchenblock, einer Nasszelle mit Trocken-Trenn-Toilette und Etagenbetten, die um 30 cm versetzt angeordnet sind. Durch den Versatz gewinne ich Raumgefühl für das untere Bett und eine bessere Einstiegsmöglichkeit für das obere.

Die Nasszelle enthält eine Trocken-Trenn-Toilette, weil ich die Chemie-Klos wirklich widerlich finde – von den Entsorgungsstationen mal ganz abgesehen. Wenn du nicht weißt, was eine TTT ist, Jürgen Rode vom womo.blog hat ein tolles Video darüber gemacht. Außerdem gibt es natürlich ein kleines Waschbecken. Die Türen kann ich auch ausklappen, dadurch erweitere ich die Nasszelle auf 80 x 120 cm. Es gibt hier keine Duschmöglichkeit. Im Heck gibt es aber einen Anschluss für eine Außendusche.

Mein Küchenblock enthält alles, was ich brauche – einen Kühlschrank, 2-Flammen-Gaskochfeld und Spülbecken. Die Arbeitsfläche wird durch eine Schiebe-Platte erweitert. Unter dem Kühlschrank befindet sich noch eine größere Schublade, das wird wohl das Schuh-Lager werden. Mal sehen.

Unter dem unteren Bett (das man übrigens hochklappen kann, um auch von Innen an die vordersten vier Boxen zu kommen) im Heck befinden sich zwei Schwerlast-Auszüge, auf denen insgesamt sechs Euroboxen stehen. Dort habe ich zusätzlichen Stauraum für z.B. Konserven, Wasservorräte oder Klamotten und Schmutzwäsche. Die genaue Nutzung / Aufteilung wird sich dann noch zeigen. Die Auszüge können Heck seitig voll ausgezogen werden. Auf diese Art kann ich z.B. die Kiste mit der Schmutzwäsche gleich abgreifen, oder die Lebensmittelbox zum Einkaufen mit in den Laden nehmen. Auch das Beladen vor der Fahrt wird so schneller vorangehen.

Wenn du die Rückwand vom unteren Bett aus der Heckansicht betrachtest: dort werden Zurrösen angebracht, damit zwei Campingstühle, Wanderstöcke und sonstiges verzurrt werden kann.

Camper Projekt kurz vor Start!

Dieses Projekt begann mit einer träumerischen Vorstellung vor 4-5 Jahren und wurde immer konkreter. In den letzten zwei Jahren habe ich für die 5,41 m insgesamt vier Grundrisse gezeichnet. Keiner war wirklich schlecht, aber dieser hier (im Video unten) wird es.

Sketchup

Gezeichnet habe ich den Grundriss mit der Sketchup App im Browser. Und nein, ich kannte das Programm nicht, ich habe im Laufe der Zeit einfach gelernt, damit zu zeichnen. Und nein, ich habe vorher noch nie 3D gezeichnet. Das Schöne an Sketchup ist, dass es bereits viele Bausteine gibt, auf die ich dann zurückgreifen konnte. Den Kastenwagen zum Beispiel! Ich habe ihn letztlich auf sein Gerippe reduziert, um darin dann meine Möbel zu zeichnen. Auch die Sitzbank, Fahrer und Beifahrersitz und ganze Grundrisse findest du bei Sketchup.

Meine Zeichnung enthält noch nicht die endgültigen Farben und Materialien, aber es wird hell werden. Meine Entscheidung dazu wird in den nächsten Tagen fallen müssen, weil Marie dann zum Ausbauer geht. Vorfreude? Ja, ganz sicher!

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