Norwegen im Frühsommer 2026 – Teil 3

Norwegen im Frühsommer 2026 – Teil 3

Ab dem 22.05.26 war ich für drei Wochen mit meinem Camper Rudi in Norwegen. Dies ist der 3. Teil des Reiseberichts. Den ersten Teil findest du hier.

Die Nacht bei Herdalssetra war ruhig. Auch am nächsten Tag kamen keine Menschen oder die versprochenen Tiere. Dabei sollte ab dem ersten Juni Betrieb auf der Alm sein. Weitere Bilder wollte ich nicht machen, denn das Licht war am Vormittag schlechter als am Abend vorher. Ich frühstückte also in Ruhe, räumte auf und machte mich dann an die knifflige Abfahrt. Zur Erinnerung: 22% Steigung auf dem Hinweg bedeuten natürlich 22% Gefälle auf dem Rückweg. Und es hatte die halbe Nacht geregnet. Mir grauste ein wenig vor dem steilen Schotterweg.

Aber – es war gar nicht so schlimm, wie ich befürchtet hatte, es war sogar fast normales fahren auf Schotter, wie so oft in Norwegen. Klar, das Gefälle war da, fuhr sich aber nicht so dramatisch wie ich dachte.

Im Tal angekommen bog ich wieder auf die 63, weiter in Richtung Geiranger.

Unterwegs
Unterwegs

Unterwegs
Unterwegs
Unten liegt Geiranger
Unten am Fjord liegt Geiranger

Wie bereits befürchtet war der Andrang in Geiranger wie üblich groß. Also nur schnell durch, die Serpentinen hoch und dann auf das Blaafjellet zum Mittagessen.

Blaafjellet
Blaafjellet
Blaafjellet
Blaafjellet
Blaafjellet
Blaafjellet

An einer Parkbucht hielt ich mich mit diesem Ausblick eine ganze Weile auf. Erst am Nachmittag fuhr ich weiter. Ich hatte eigentlich noch keinen Plan oder Idee, wo ich übernachten wollte, aber das würde sich bestimmt finden. Wie immer.

Es ging in Richtung Gamle Strynefjellsvegen. Diesen alten Weg habe ich schon mehrfach befahren, und ich finde ihn in jeder Jahreszeit einfach schön. Ich machte mir Hoffnungen, dort einen Schlafplatz zu finden.

Unterwegs hielt ich noch am Aussichtspunkt zum Skjerdingsdalssætre. Das Skjerdingsdalssætre ist auch eine alte Farm, zum Teil aber noch als Hütten im Sommer in Benutzung.

Skjerdingsdalssætre
Skjerdingsdalssætre

Auf dem Parkplatz traf ich zwei Niederländerinnen, Schwestern. Die eine lebt seit 18 Jahren in Norwegen. Einmal im Jahr bekommt sie Besuch von ihrer Schwester aus der Heimat, und dann machen sie einen Roadtrip mit dem Camper durch Norwegen. Ganz nette und lustige Frauen, wir haben viel gelacht. Die beiden hatten vor, auf dem Parkplatz zu übernachten. Den hatte ich so noch gar nicht in Betracht gezogen. Die Schwestern erzählten, dass der Gamle Strynefjellsvegen im oberen Bereich noch gesperrt ist – damit gäbe es für mich keinen Schlafplatz dort. Also blieb ich auch.

Am nächsten morgen, dem 03.06.26, bin ich den nicht gesperrten Teil des Gamle Strynefjellvegens gefahren. Es war schon ein wenig schade, dass er wirklich noch gesperrt war.

Skjerdingsdalssætre, anderer Parkplatz
Skjerdingsdalssætre, anderer Parkplatz

Aber vorher habe ich erst einmal vom unteren Parkplatz aus die Farm aus einem anderen Blickwinkel fotografiert, und auch einen Blick in das links der Alm liegende Tal aufgenommen.

Blick ins Hjelledalen
Blick ins Hjelledalen

Dann bin ich, soweit es ging, den Gamle Strynefjellsvegen gefahren. Das war nicht viel, ich bin dann auch wieder umgekehrt. Dann habe ich noch einen anderen Blick ins Hjelledal fotografiert, mit dem alten Weg im Vordergrund. Leider war es dort noch etwas dunkel.

Blick ins Hjelledalen, Gamle Strynefjellesvegen
Blick ins Hjelledalen, Gamle Strynefjellesvegen

Dann machte ich mich weiter auf den Weg. Ich wollte heute die Landschaftsroute Valdresflye fahren. Sie beginnt (aus meiner Fahrtrichtung) mit Serpentinen, Kieferwäldern und schönen Landschaften.

Nationale Turistveg Valdresflye
Nationale Turistveg Valdresflye

Doch mit ansteigenden Höhen veränderte sich die Landschaft. Es wurde steinig, irgendwann leider auch neblig. So konnte ich den berühmten Stein auf Stein am Steinplassen nicht angemessen fotografieren. Da dort auch noch gut ein Meter Schnee lag, war auch ein Selfie nicht möglich, denn so auf dem Foto kann man nicht erahnen, wie groß der Stein ist. Schade. Aber unter diesem Link findest du ein Sonnenscheinfoto.

Nationale Turisveg Valdresflye
Nationale Turisveg Valdresflye

Ab da ging es wieder etwas tiefer, und die Sichtbarkeit stieg.

Nationale Turisveg Valdresflye
Nationale Turisveg Valdresflye

Nun ging es darum, so langsam einen Schlafplatz zu finden, denn es ging schon auf den Abend zu. Hier oben war nichts zu bekommen, die paar Möglichkeiten waren dicht an der Straße. Das ist sonst kein Problem für mich, aber die Straße ist auch jetzt noch zu viel befahren. Als machte ich mich auf die lange Suche.

Erst spät fand ich bei Øye einen Platz, an dem ich die Nacht verbringen konnte. Hier gab es einen Wasserfall, eine ehemalige Wassermühle und eine alte Brücke.

Bei Øye
Bei Øye

Ich sprach auch noch mit einer Anwohnerin, sie empfahl mir, den Weg am Wasserfall weiter aufwärts zu gehen, um eine gute Sicht, fast einen Panoramablick, zu bekommen. Leider regnete es, das Licht war nicht so toll und es sollte am nächsten Tag noch schlechter werden. So habe ich diesen Ort nicht weiter erkundet, sondern ihn auf meine Liste für einen Besuch zu einer anderen Reise gesetzt.

Ich machte es mir also für die Nacht gemütlich. Dieser Teil meines Reiseberichts ende hier.

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