Marie – der Stand der Dinge und 3. Mängelbeseitigung

Marie – der Stand der Dinge und 3. Mängelbeseitigung

Mit dem Ausbau meines Campers ist ja irgendwie nichts nach Plan gelaufen. An jeder Ecke findet sich ein Mangel. Einiges ist seit der 2. Mängelbehebung passiert. Hier schreibe ich darüber.

Am 14. Februar hatte ich Marie von der 2. Mängelbeseitigung abgeholt. Einiges war behoben, anderes nicht.

Um weiter zukommen habe ich Marie bei zwei anderen Ausbauern vorgeführt und um ein Angebot zur Reparatur (Beseitigung aller restlichen Mängel) gebeten. Der eine Kollege hat sich auch nach mehreren Nachfragen nicht gerührt, vom anderen Ausbauer habe ich allerdings ein gutes Angebot bekommen. Im Rahmen der Durchsicht mit dem Tischlermeister haben wir dann auch noch weitere Mängel entdeckt.

Diese neuen Mängel habe ich meinem Anwalt mitgeteilt, und leider musste ich dann den Wagen im Rahmen der Mängelbeseitigung wieder zum Ausbauer bringen. Und wieder hat er nur einen Teil gemacht und den Rest einfach ignoriert (siehe weiter unten).

Und was ist jetzt noch offen?

Die folgenden Mängel hat der Ausbauer auch jetzt nicht behoben.

Möbelbau insgesamt
Überall finden sich Bohr-Öffnungen, die mit Kunststoff-Stöpseln verschlossen sind.
Die Verbindungs-Bohrungen der Elemente sind sichtbar durchgeführt.
Der neue Umleimer (Ahorn) stimmt farblich nicht mit dem verarbeitetem Pappelsperrholz (Ahorn) überein.
Magnete der Nasszellen-Tür Erweiterung zu schwach
graue Ränder und Lücken an den Umleimungen an den Hängeschränken 
Massiver Gebrauch von großen, sichtbaren Eckverbindern
Hängeschränke
Die Schranktüren sind z. T. schief angebracht.
Die neuen Schrank-Klappen sind mangelhaft umleimt oder Umleimer zu schmal. Überall graue Randstreifen.
1 Spot Hängeschränke Küche fehlt (2 statt vorher 3)
Bodenplatten in Hängeschranken nicht flächenfüllend und nicht fest
– graue Ränder und Lücken an den Umleimungen an den Hängeschränken 
– auch die neuen Schranktüren sind zum Teil schief angebracht, haben unter-schiedliche Abstände 
Hängeschränke: Rückwände nicht fest; Rückwände zu schräg im Vergleich zur Fahrzeugwand; Eckverbinder im Bodenbereich verhindern Raumnutzung
Alle Schränke sind vielfach mit großen Eckverbindern verbunden. Dadurch reduziert sich die nutzbare Fläche.
Hängeschrank zwischen oberem Bett und Nasszelle:
Überall finden sich Bohr-Öffnungen, die mit Kunststoff-Stöpseln verschlossen sind.
Die Verbindungs-Bohrungen der Elemente sind sichtbar durchgeführt.
Hängeschrank neben dem Bett: massiver Gebrauch von Eckverbindern – Nutzung eingeschränkt
Regal oberes Bett
Massiver Gebrauch von Eckverbindern – Nutzung eingeschränkt
Sitzecke/Sitzbank
Fenster Sitzecke: die Leibung ist nicht fest; im oberen Bereich ist keine Leibung angebracht, alle Verbindungs-Schrauben sind sichtbar
Sitzbank: Sitzfläche fest verschraubt, eine Reinigung des Wassertanks ist so nicht möglich (abgesprochen war, dass die Sitzfläche mit 1-2 Flügelmuttern zu lösen ist); Im Raum stehen-der Teil der Rückseite der Sitzbank nicht verkleidet (war abgesprochen)
230V Steckdose Dinette fehlt.
Unteres Bett
Keine ausreichend dimensionierte Gasfeder verbaut, sodass das Bett mit aufgelegter Matratze nicht aufgeklappt stehen bleibt.
Küche
Kochfeld nicht wie bestellt (DOMETIC PI8062M​) mit Abfluss-Öffnung, sondern PI8022 ohne Abfluss.
Die Abdeckung der Spüle hat kein „Fingerloch“ zum Heben; Abdeckung insgesamt zu hoch 
Kochfeld: Dichtung falsch herum eingebaut (oben-unten vertauscht);
 Arbeitsplatte Küche: Umlaufende Leisten nicht auf Gehrung gesetzt (wie an der Tischplatte); Lücken zwischen Leiste und Tischplatte – das führt zur Aufnahme von Feuchtigkeit und dann Aufquellen des Holzes.
Fahrerhaus
Offene Ablage über Fahrer- und Beifahrersitz – Öffnung in Ahorn verkleiden, keine Tür. (Fehlt, nicht ausgeführt)
Sehr laute Fahrgeräusche, Heki?
Bodenplatte/Boden
Bodenbelag an der Sitzecke – Spalt von ca. 1 cm
Die Bodenplatte weist zum Fahrzeug an den Rändern Spalten von z. T. 1-2 cm auf.
Wände
Die Wände im oberen Bereich sind zu schräg im Vergleich zur tatsächlichen Fahr-zeugwand verkleidet, dadurch fehlt Raum in den Schränken, im oberen Bett und in der Nasszelle
Verkleidung Schiebetür-Öffnung (Textil): Material nicht geeignet (Textil) im Zwischen-bereich
Verkleidung zu der Heck-Öffnung oberes Bett: nicht gerade abgeschlossen
Decke: Textil nicht eben und gerade im Heckbereich befestigt; an mehreren Stellen über-schüssig oder unterschüssig verarbeitet
Deckenverkleidung hinten: schief
Sonstiges / Aufbau gesamt
Kabelbaum vom Solarladeregler zur Batterie im Querschnitt zu klein mit der Folge, dass die Aufbaubatterie (Servicebatterie) (durch Solar) kaum geladen wird 
Innenraumtemperaturfühler falsch positioniert 
Gaskasten Abdichtung am Schlauch zum Wagen fehlt
Unterlagen Solar fehlen
Keine vollflächige Isolierung angebracht, die für die vereinbarte Winterfestigkeit von bis zu – 10 Grad erforderlich wäre 
Aktuelle Mängelliste


Am Gaskasten hat er dann offenbar ein Einsehen gehabt und hat die fehlende Dichtung endlich nachgesetzt. Auch die Trittstufe funktioniert endlich, wie sie soll – das lästige Dauerpiepen nach dem Anhalten ist endlich weg.

Lustigerweise verweigert der Ausbauer diesmal, die Kosten der Verbringung meines Campers zu seiner Werkstatt zu tragen. Jedes Mal fahren wir die Strecke mit zwei Fahrzeugen und zwei Personen (3 x 190 km). Aber das erhöht lediglich den einzufordernden Betrag, denn diese Kosten müssen lt. BGB § 439 Abs. 2 von ihm getragen werden.

Insgesamt

Man könnte sagen, jeder Bereich ist mangelhaft, ich finde tatsächlich keine Position im ganzen Wagen, die der Ausbauer richtig oder gut gemacht hat.

Das Angebot des anderen Ausbauers zur Beseitigung der Mängel liegt bei Brutto ~11.000 €. Am 20.05.22 endete die Frist, um die Mängel (der dritten Runde) zu beseitigen. Bis dahin habe ich – wie vermutet – nichts mehr vom Ausbauer gehört. Nach meinem Urlaub werden wir ihm eine Kostenübersicht vorlegen. Dass er diese ohne weiteres zahlen wird, glaube ich nicht. Es wird also ungemütlich.

Trotz all dem werde ich am 26.05. mit dem Camper in den Urlaub fahren. Es geht ganz hoch in den Norden!

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