Was ist eigentlich die Blende – und warum beeinflusst sie mein Bild?

Die Blendenöffnung bestimmt die auf den Sensor treffende Lichtmenge. Je größer die Öffnung, desto mehr Licht kann einfallen. Außerdem entscheidet die Öffnung über die Länge der Schärfe-Ebene.

Die Blendenwerte werden als Reihe f2, f2.8, f3.5, f4 … f22 dargestellt.

Das ist eigentlich so nicht richtig, und wer jetzt weiterliest, weiß danach auch, warum eine hohe Zahl eine kleine Öffnung ergibt.

Die Werte sind nämlich Brüche. Der Einfachheit halber ist man dazu übergegangen, den Bruch zu unterschlagen…

Sieht man sich die Öffnung der Blende bei verschieden Werten an, erkennt man es. Die Zahlen sind der Bruch der Öffnung. F2 ist eigentlich ½ , weil ja die Hälfte der Blende offen ist. F4 wäre dann ¼ geöffnet, F16 dann 1/16 (1/16 der Öffnung ist noch geöffnet). Und so weiter.

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Eigentlich einfach, oder?

Blendenöffnung in der Bildgestaltung

Die Öffnung der Blende ist ein wichtiges Element sowohl in der Bildgestaltung als auch im technischen Ergebnis des Bildes.

Offenblendig fotografieren“ heißt, dass das Motiv mit einer weit offenen Blende (f2 …) fotografiert wird. Das technische Ergebnis ist, dass das Motiv innerhalb der durch die Blende vorgesehene Schärfe-Ebene scharf dargestellt und alles davor/dahinterliegende unscharf (blurry). Die visuelle Eigenschaft, das Aussehen des unscharfen Bereiches ist abhängig von der Bauweise des Objektivs und der Blendenlamellen. Viele ältere manuelle Objektive zeigen hier sog. Zwiebelringe.

Offenblendige Fotografie wird vorwiegend in der Portraitfotografie eingesetzt, wobei der Fokus hier auf dem vorne liegenden Auge des Modells sitzt.

Aber es gibt auch andere Anwendungsbereiche: Sterne, Milchstrasse und auch Nordlichter werden offenblendig fotografiert. Hierbei ist der Fokus allerdings auf „unendlich“ gestellt. Der Sinn ist, möglichst viel Licht auf das Bild zu bringen, um die Belichtungszeit kurz halten zu können.

Geschlossene Blendenöffnungen (10-16) werden gerne in der Landschaftsfotografie eingesetzt. Auch hier sitzt der Fokus auf der Unendlich-Marke. Befindet sich der Bildvordergrund im unscharfen Bereich geht es auf das Stativ und wir setzen Fokus-Stacking ein und verbinden mehrere Bilder in der Nachbearbeitung.

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