Was ist Fokus Stacking, wie es geht und warum man das überhaupt wissen sollte.

Fokus Stacking wird angewandt, wenn der Vordergrund und der Hintergrund eines Fotos, typischerweise bei Landschaftsfotografie, scharf dargestellt werden sollen und das Vordergrund-Element – ein Baum, ein Stein, oder was auch immer, beim Fokussieren auf den Hintergrund, Mittelbereich oder Unendlich bei f11 nicht scharf genug dargestellt wird, weil es nicht mehr im Schärfebereich liegt.
Auch in der Makro-Fotografie ist das ein beliebtes Verfahren.

Ein Beispiel:

Bei der Erzeugung der Bilder muss die Kamera auf einem Stativ stehen. Bis auf den Fokuspunkt, der manuell verschoben wurde, wurden in diesem Fall keine Einstellungen verändert. Es gibt durchaus Situationen, in denen es anders ist, es wird dann vielleicht zusätzlich noch die Zeit erhöht oder je Fokus-Ebene eine Belichtungsreihe gemacht…
Hier habe ich aber den einfachen Weg ohne Extras eingeschlagen.

Für das obere Bild hatte ich den Angler fokussiert, die Blumen blieben dabei unscharf.

Fokus auf den Angler , die Blumen sind unscharf

Dann wurde der Fokuspunkt auf die hellrosa Blüte im Vordergrund verschoben, und die 2. Aufnahme gemacht.

Fokus auf die Blumen, der Angler ist unscharf

Mit ein wenig Magie in Photoshop wird daraus ein Bild, bei dem sowohl der Angler als auch die Blumen im Vordergrund scharf sind.

Und das geht so:

In Photoshop werden beide Bilder als Ebenen geöffnet.

Bei mir liegt in der oberen Ebene der unscharfe hintere Bildbereich und in der unteren Ebene der unscharfe Vordergrund. Damit der Angler und auch die Blumen scharf sind, wird aus der oberen Ebene der unscharfe Bereich entfernt (der Angler und mehr, den gesamten Bildbereich von links nach rechts).

Dazu wird auf die obere Ebene eine Maske gelegt, in der dann mit einem schwarzen Pinsel die Bereiche quasi unsichtbar gemacht werden, die im fertigen Bild von der darunterliegenden Ebene ausgefüllt werden sollen. Achtung: auf der Maske malen! Einmal vorher drauf klicken.

Ebenen in Photoshop muss man sich als übereinanderliegende Bilder vorstellen. Die in der Maske der oberen Ebene geschwärzten Bereiche werden sozusagen ausgeschnitten und sind – wenn man von oben auf den Bilder-Stapel der Ebenen schaut – nicht sichtbar.

Sobald alle unerwünschten Bereiche der Ebene maskiert sind, kann die Datei als neue Datei abgespeichert werden.

Das fertige Bild. Rechts im Ebenen-Menü ist die teilweise geschwärzte Maske der oberen Ebene zu sehen.

Alles klar? Bei Fragen – einfach fragen.

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