Ostern im Osten – 1.000 km Oster-Reise

Ostern im Osten – 1.000 km Oster-Reise

Ostern wollte ich dieses Jahr nicht auf der heimischen Terrasse verbringen, sondern mit meiner Tochter in meinem Camper Marie in den Nord-Osten Deutschlands reisen. Mecklenburg-Vorpommern, Seenplatte, Rügen. Diese Oster-Reise sollte am Ende etwas mehr als 1.000 km lang sein.

In den Tagen vor Ostern haben wir Marie, meinen Camper, beladen und noch einiges an Zubehör eingerichtet. So konnten wir dann am Karfreitag mit vollen Tanks losfahren. Das Ziel war zunächst einen Stellplatz zu finden und anzukommen. Aber irgendwie war das nicht so einfach, wie erhofft. Die Stellplätze an attraktiven Wasser-Standorten waren entweder ausgebucht, noch gar nicht geöffnet oder es gab nur noch freie Plätze vor dem Sanitärgebäude. Nee, das wollte ich echt nicht.

Also irrten wir mittels der Apps Park4Night und Stellplatzradar um die Seenplatte herum.

Letzten Endes fanden wir einen kleinen, privaten Stellplatz (3 Plätze) in einem Dorf. Ländliche Idylle mit kleinem See und einer neugierigen Herde von Schafen und Ziegen. Hühner scharrten auch irgendwo herum, wir konnten sie hören, aber nicht sehen. Wer es selbst erleben möchte – über Park4Night in Fünfseen den privaten WoMo Platz ansteuern.

Neugierig
Neugierig


Nach einer ruhigen Nacht ging es zum ersten Fotospot dieser Tour. NATÜRLICH gibt es auf dieser Tour Fotospots! Es ging zur Burgruine Veste Landkron, in der Nähe von Spantekow. Bei meiner Recherche zu MeckPom hatte ich festgestellt, dass es hier unglaublich viele Schlösser und Burgen gibt – und einige davon in Form einer Ruine. Die Burgruine Veste Landskron sollte mich nicht enttäuschen. Sehr schöner Zustand, vieles ist noch erkennbar. Die Ruine ist frei zugänglich und es gibt sogar einige Parkmöglichkeiten direkt davor und dahinter.

Auf dem Gelände haben wir dann die Burg und die Nebengebäude erkundet. Ich muss sagen, die Burgruine gefiel mir sehr.

Von dort ging es weiter zur Klosterruine Eldena in Greifswald, Ortsteil Eldena.

Auch dort konnten wir unmittelbar vor dem Spot parken. Die Klosterruine steht auf einem parkähnlichen Grundstück mitten in der Stadt. Der Spot ist bei Hochzeitsfotografen beliebt. Während wir dort waren, wurden zwei Brautpaare fotografiert.

Danach war es Zeit, die Stellplatz-Suche aufzunehmen. Nach dem ewigen Herumgefahre vom Vortag wollte ich lieber früh an einem Platz sein. Da die nächsten “Tatorte” auf Rügen lagen, ergab es Sinn, dort das Nachtlager aufzuschlagen.

Doch vorher haben wir uns in Binz die Sandworld angesehen. Noch nie hatten wir die Skulpturen aus Sand gesehen, immer kam etwas dazwischen. Aber nun wollten wir die Chance nutzen. Der Eintritt belief sich auf – ich meine – 8 € pro Erwachsenen. Ganz schön happig, fand ich. Die Halle, in der die Skulpturen standen, hatte ein fast tropisches Klima. Innerhalb kürzester Zeit kam ich unter der Maske (Maskenpflicht) derart ins Schwitzen … Aber lange brauchte ich nicht zu leiden – die Ausstellung hat man in 15 Minuten umrundet. Soo toll fand ich das alles nicht. Aber das ist Geschmackssache.

Sandworld Binz
Sandworld Binz
Sandworld Binz
Sandworld Binz

Für die Nacht quartierten wir uns auf einem Campingplatz ein, dem “Freizeitcamp Am Wasser“. Auf Wasser und Strand hatten wir erst einmal keine Lust, und haben am und im Camper gefaulenz, bis es Zeit war, Essen zu machen. Heute kam endlich wieder der Omnia zum Einsatz – Hackbällchen Toskana mit Reis. War lecker.

Es kam der Ostersonntag und wir waren zu neuen Schandtaten bereit. Der Plan lautete: früh los, damit wir auf den Königsstuhl können, bevor es richtig voll wird. Denn auf Rügen und überall sonst auch, ist zu Ostern echt was los.

Den Königsstuhl kannst du nicht direkt anfahren, es gibt keine Parkmöglichkeit dort. Du musst auf dem (kostenpflichtigen) Großparkplatz Lohmen parken und dort ein Ticket für den Shuttlebus erstehen. Der Bus brachte uns in ca. 10 Minuten zum Königsstuhl. Fast. Vorher kam ein Trio in Warnwesten und eine Schranke in Sicht. Jeder Besucher wurde gefragt, ob er in die Ausstellung im Besucherzentrum möchte, nur oder auch zum Königsstuhl und – ein Ticket gekauft hätte. Hatten wir noch nicht. Wir wollten ja nur zum Königsstuhl. Aaaaber – der ist nicht umsonst. 10 € für Erwachsene. Na dann. Wir wollten da ja hin. Zur Zeit unseres Besuches ist der Weg zum Aussichtspunkt (ja, der Königsstuhl ist nur ein Aussichtspunkt. Für 10 €!) eine Baustelle, denn es wird eine neue Plattform gebaut. Der Plan mit der frühen Ankunft hat im Übrigen funktioniert. Es tummelten sich gerade 10-11 Leute an der Aussicht, also überschaubar.

Sicht vom Königsstuhl
Sicht vom Königsstuhl

Apropos überschaubar. Die Aussicht war überschaubar. Man sieht von dort nicht besonders viel von den Kreidefelsen. Aber gut, wir hatten etwas gesehen, und es sollte uns auch reichen. Für mehr Kreidefelsen müsste man wohl eine der Schiffstouren buchen. Das wollte ich aber nicht.

Ich fasse einmal zusammen: um ein wenig Kreidefelsen zu sehen – Parkplatz 1 € / Stunde, für uns 2,50 €. Tickets für den Bus: 3,80 €, Tickets Königsstuhl 20 €. Man hätte natürlich die 3 km vom Parkplatz auch wandern können, aber das wollten wir nicht.

Ob es das wert war? Na ja.

Vom Parkplatz Lohmen ging es dann weiter. Es sollte zum Darß gehen, und gerne dort auch übernachten. Wir haben die Halbinsel einmal umrundet. Und es war voll dort. Bei dem wunderbaren Wetter hat sich gefühlt jeder auf den Weg zur Ostsee gemacht. Unser Ausflug auf die Halbinsel endete nach drei Versuchen, einen Stellplatz zu bekommen. Und auf das ganze Gewühle durch die vielen Menschen hatten wir auch keine Lust. Also ging es weiter. Wir fanden dann schließlich einen schönen Platz im Ostseecamp Ferienpark Graal-Müritz. Schön am Rand des Platzes, direkt am Baumstreifen. Da hindurch und nach 20 Metern ist da der Strand und die Ostsee.

Am Abend gingen wir zum Sonnenuntergang noch einmal zum Strand. Wir waren nicht allein. Viele der Campingplatz-Gäste hatten es sich am Strand gemütlich gemacht – mit Lagerfeuer, Fackeln oder Musik. Schön.

Sonnenuntergang Ostsee
Sonnenuntergang Ostsee

Ostermontag sind wir nach einer Dusche und einem gemütlichen Frühstück in der Sonne am Vormittag wieder Richtung Heimat gefahren.

Dort begann das übliche – ausräumen, aufräumen, saubermachen.

Und natürlich freuen wir uns auf unsere nächste Tour, die dann unsere große Reise in den Norden wird. Am 26.05.22 geht es los.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

error: