Aussicht am Mirador de Jardina, Tenerife
Aussicht am Mirador de Jardina, Tenerife

Im Rahmen einer Fortbildung hatte ich einen einwöchigen Aufenhalt auf der Urlaubsinsel Teneriffa. Nach der Landung am Flughafen Aeropuerto de Tenerife Sur Reina Sofía (Teneriffa Süd) schnappte ich meinen Koffer vom Gepäckband und machte mich auf den Weg, den im Voraus bestellten Leihwagen abzuholen.

Bei der Buchung hatte ich mir über die Motorisierung des Fahrzeuges keine Gedanken gemacht, lediglich die Parameter für die Größe waren für mich – alleinreisend – wichtig. Also hatte ich einen Kleinwagen gebucht. Die geringe Leistung des Motors sollte sich später noch rächen …

Aber zunächst einmal war ich zufrieden – klein ist er, was für die Parkplatzsuche immer ein Vorteil ist – und hat sogar eine Rückfahrkamera! Schnell fand ich mich zurecht und es ging los in den Norden.

Puerto de la Cruz war mein Ziel. Dort hatte ich, ganz in der Nähe zum Schulungsort, ein Ap­par­te­ment gebucht. Das Ap­par­te­ment erwies sich als geräumig und mit gut ausgestatter Küche und Vollbad. Und Balkon.

Leider merkte ich schon schnell, dass die Geräuschdämmung zur fünf Stockwerke tieferliegenden Hauptverkehrsader nicht gut war, und richtig, in der Dämmerung begann die Beschallung durch die verschiedenen Lokale und Hotels.
Im Laufe der Woche konnte ich dann Spanische Folklore, Neuinterpretationen von Evergreens sowie Karaoke in meinem Ap­par­te­ment trotz geschlossener Balkontür miterleben. Ich mag Ohropax…

Tenerirffa, nahe Masca, die Wolken erreichen das Dorf
Nahe Masca, die Wolken erreichen das Dorf

Natürlich war ich jeden Tag nach Schulungsende auf der Insel unterwegs. Die schwache Motorisierung des Leihwagens machte sich jetzt auch schnell bemerkbar. Nur einmal falsch den Kreisverkehr verlassen, schon findet man sich auf schmalen Gassen wieder (heh, prima, mein Auto ist klein und schmal!). Leider neigen diese Gassen dazu, plötzlich steil den überall vorhandenen Berghang hochzuführen. Und hier rächten sich dann die fehlenden Pferdestärken. Quälend langsam im ersten Gang, mit durchdringendem Heulen kroch der Wagen die Straßen hoch. Oh nein.
Und ich lernte: wenn Google Maps mir die nächste Abbiegung mit “Camino irgendetwas” vorliest, wird die Straße interessant. Meistens eng und steil. Also doch lieber umkehren, und versuchen den Kreisverkehr an der richtigen Stelle zu verlassen.

Teneriffa, Masca Tal, Serpentinen.
Masca Tal, Serpentinen.

Meine Ziele waren natürlich unter Anderem die Caldera am Teide. Die ich ausgesprochen langweilig fand. Einzig die Ausblicke auf den Pico de Teide, mit 3.715 Metern die höchste Erhebung Spaniens, entschädigten die aufwändige Anfahrt.

Aber auch das Regenwald ähnlichen Gebiet Las Mercedes im Anage-Gebirge im Norden der Insel zog mich an. Fruchtbar, grün, neblig. Auch hier gibt es wunderbare Ausblicke in grüne Täler.

Natürlich fotografierte ich ebenfalls das berühmte Auditorio de Tenerife , eine Kongress- und Konzerthalle in Santa Cruz de Tenerife. Das Gebäude wurde vom spanischen Architekten Santiago Calatrava entworfen und gilt mittlerweile als Wahrzeichen Teneriffas.

Ob ich Teneriffa noch einmal besuchen möchte? Nein, ich glaube nicht. Die Insel ist schön, keine Frage. Was mir unangenehm auffiel sind die Schattenseiten des jahre-, sogar jahrzehntelangen Tourismus. Die massive, die Landschaft störende Bebauung um nahezu die ganze Insel herum, wirkt erdrückend. Selbst jetzt im November ist die Insel sehr gut besucht und die Einheimischen wirken genervt. Massentourismus eben.

Hier geht es zu meinen anderen Reiseberichten und hier kannst du Bilder dieser Reise bestellen.

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